Krallenschneiden bei schwierigen Hunden

Eine Herausforderung

Eigentlich nutzen unsere Hunde ihre Krallen beim täglichen Spaziergang ab. Es gibt aber auch Hunde, bei denen kommt man nicht darum diese regelmässig zu schneiden. Wenn du einen 5 kg schweren Hund hast, ist das keine grosse Sache. Problematisch wird es dann wenn du einen Hund ab 40 kg hast und der das alles andere als toll findet.

Klar kannst du jetzt dem Kleinen einen Maulkorb anlegen, löst das Problem aber nicht. Es sind zwar die Krallen geschnitten aber du hast je länger grössere Probleme. Andererseits könntest du auch zum Tierarzt fahren und diese da machen lassen. Doch meistens werden die Hunde dafür sediert und mal ehrlich, langfristig ist dies auch nicht gerade gesund für den Hund. Dann gibt es noch die Hundesalons, aber da wird dein Kleiner nicht aufgenommen, weil er dies ja nicht so toll findet. Ja und jetzt stehst du mit deinem Kleinen da und solltest die Krallen schneiden, findest aber keinen, der das problemlos hinkriegt.

Durch meine jahrelange Arbeit und grosse Erfahrung mit aggressiven Hunden, kenne ich mich damit aus und da ich dieses für meine Hunde ebenfalls immer selber mache, habe ich da meine eigene Art und Weise. Keine Angst, es ist absolut ein natürliches Verhalten.

Ich akzeptiere das Verhalten des Hundes und arbeite mit ihm zusammen. Somit verhindere ich Druck und Angst und so lernt der Hund zu vertrauen. Des Weiteren ist Krallenschneiden nicht so einfach wie viele glauben, denn du musst wissen was du machst. Viele Hundehalter schneiden die Krallen relativ selten. Wenn dein Hund helle Krallen hat, ist dies kein Problem, denn da siehst du den Nerv. Hast du aber einen Hund mit dunklen Krallen wirds schwieriger, denn da siehst du den Nerv nicht.

Hier ist es wichtig, dass du die Krallen öfters schneidest, denn je regelmässiger die Krallen geschnitten werden, desto weiter verlagert sich der Nerv nach hinten. Wenn du aber die Krallen nur ab und zu schneidest, ist der Nerv nahe am Ende der Kralle und die Gefahr ist dann sehr gross, dass du den Nerv erwischt.

Abgesehen davon, dass es dann sehr stark blutet, ist es für den Hund auch sehr schmerzhaft und der Hund macht dabei eine negative Verknüpfung. Glaube mir, bei jedem Mal wo du den Hund triffst, hält er dir seine Pfote weniger hin.

Dadurch dass bei uns die gesamte Atmosphäre sehr entspannend ist und wir die Krallen dort schneiden, wo es für den Hund am gemühtlichsten ist, nehmen wir jeglichen Druck raus und entwickeln so das Vertrauen zu den Hunden.

Wichtiger Hinweis

Schneide die Krallen deines Hundes in kurzen Abständen, jeweils mit 1-2 mm, so bildet sich der Nerv nach hinten und du erwischt beim Schneiden den Nerv nicht. Wenn der Nerv angeschnitten wird blutet es sehr stark und es tut dem Hund unglaublich weh. Am Einfachsten machst du das jeweils abends wenn ihr gemütlich auf dem Sofa  liegt, denn dann ist die Atmosphäre schon entspannt und ruhig. Krallenschneiden nie unter Stress und Zeitdruck machen.


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